Doppelhaus steuerlich nur ein Objekt

(Az.:13 K 799/94F )

Privatpersonen, die mehrere Grundstücke veräußern, müssen ihre daraus erzielten Gewinn nur dann als Einkünfte aus Gewerbebetrieb versteuern, wenn sie mehr als drei Objekte verkaufen. Das Finanzgericht Münster hat diese vom Bundesfinanzhof entwickelte Drei-Objekt-Theorie jetzt konkretisiert: Auch ein mit einem Mehrfamilienhaus bebautes Grundstück stellt nur ein Objekt dar (Az.:13 K 799/94F ). In dem entschiedenen Fall hatte das Finanzamt einen gewerblichen Gundstückshandel angenommen,weil zwei der drei von den Klägern des Verfahrens verkaufte Grundstücke mit aus mehreren Mietwohnungen bestehenden Doppelhäusern bebaut waren. Das Gericht wies jedoch darauf hin, dass Mehrfamilienhäuser als "Grundstücksobjekte" nicht ausgenommen werden könnten. Der Bundes-Finanzhof habe schon früher entschieden, dass "Objekt" alles sein könne, was als Gegenstand eines Grundstücksverkaufs in Betracht komme. Das Gericht ließ die Revision zum Bundesfinanzhof zu.

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