Zinsen für Firmenkredit kein Gewinn

(Az.: IV R 16/99)

DÜSSELDORF. Der steuerpflichtige Gewinn eines Personenunternehmens erhöht sich nicht dadurch, dass ein Gesellschafter an das Unternehmen Zinsen für ein negatives Kapitalkonto zahlt. Wie der Bundesfinanzhof (BFH) in einem am Donnerstag bekannt gegebenen Urteil entschied, handelt es sich bei den Zinsen nicht um Einnahmen der Gesellschaft (Az.: IV R 16/99).

Ein Kommanditist hatte über ein Gesellschaftskonto Geld für private Zweckeerhalten. Da er keine ausreichenden Rückzahlungen vornahm, wurden das Konto laut. Geselschaftsvertrag mit Zinsen belastet. Das Finanzamt wertete das Konto als Darlehnskonto und die zinsen als Betriebseinnahmen.

Der BFH sah in dem Konto dagegen ein Kapitalkonto, da es laut Vertrag auch Verlustanteile erfasste. Dadurch würden die Zinsen nicht zu Einnahmen des Unternehmens führen, sondern lediglich den Gewinn des Gesellschafters mindern.

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