Haus rückübertragen

Werterhaltungsaufwand ist zu erstatten
(Az.: 23 U 58/98)

Nach der Rückübertragung von Häusern , die jüdische Bürger in der Nazizeit verkaufen mussten, können die späteren ostdeutschen Hauseigentümer die Modernisierungskosten zurückverlangen. Das geht zurück aus einem Grundsatz-Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt/Main hervor. Ein Haus in Ostdeutschland war 1939 von einem jüdischen Kaufmann verkauft worden. Im Oktober 1995 wurde es auf die Erben des Kaufmanns rückübertragen. Der bisherige Eigentümer hatte das Haus modernisiert, er verlangte die Kosten dafür zurück. Der Erstattungsanspruch gilt nicht nur für lnvestitionen zum Erhalt des Gebäudes, sondern auch von Werterhaltungskosten, so das Gericht. (Az.: 23 U 58/98)

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