Versicherung kann Zahlung verweigern

(Az.: 7 U 97/97)

FRANKFURT. Wer seiner Versicherung einen Unfall meldet und dabei seine Alkoholkrankheit verschweigt, kann den Versicherungsschutz verlieren. Nach einem Urteil des Frankfurter Oberlandesgerichts (OLG) stellt dies eine so genannte Obliegenheitsverletzung dar, die den Versicherer von seiner Leistungspflicht befreit (Az.: 7 U 97/97).

Das Gericht bestätigte einer Unfallversicherung, dass sie einem ihrer Versicherten keine Invaliditätsentschädigung zahlen müsse. Der Versicherte hatte sich bei einem Sturz erhebliche Verletzungen mit Folgeschäden zugezogen. In der Schadensanzeige war bei den Fragen nach Erkrankungen die Alkoholsucht des Mannes jedoch verschwiegen worden. Die Richter meinten, das Schweigen des Versicherten und seiner Angehörigen stelle einen groben Verstoß gegen die vertragliche Auskunftsverpflichtung dar.

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